Nachdem ich die ganze Saison auf meinem XL Rune unterwegs war und auch immer wieder
dieselben Fragen dazu kommen - hier (m)ein Erfahrungsbericht:
Die Fakten mal zuerst: ich hab das Sitzrohr von 51 cm auf 42 cm gekürzt, Reach liegt bei 466 mm,
Radstand gut 122 cm, Lenkwinkel 64.5°. Ich fahre die verstellbaren Ausfallenenden in der kürzesten
Position. Ich hab 84 cm Schrittlänge bei 178 cm, im Vergleich zum Durchschnitt recht lange Arme.
Mit 188 cm "Spannweite" tu ich mir natürlich mit einem langen Rahmen leichter.
Wechselt man auf einen längeren Rahmen muß man sich natürlich einwenig umstellen,
am meisten hab ich das beim Bunnyhop gemerkt - mein Timing mußte angepaßt werden.
Ich muß jetzt einfach früher mit der Bewegung anfangen.
Langes Rad und enge Kurven? Bis jetzt kenn ich keine Kurve die mit dem XL nicht befahrbar war
(im Vergleich zum L und M Rahmen), ich muß beim Hinterradversetzen zwar mehr Körpereinsatz
zeigen, kann aber durch das lange "Front End" (Länge Tretlager bis vordere Nabe) auch das
Hinterrad höher abstellen, ohne das ich über den Lenker gehe. Der spätere Kipppunkt gibt mir
nicht nur in steilen Sektionen Sicherheit, sondern zahlt sich auch bei Kurven aus, die konventionell
nicht mehr gefahren werden können.
Beim Vorderrad versetzen merke ich nicht viel Unterschied da ich die 25 mm mehr locker mit
meiner Körperposition ausgleichen kann und der Hinterbau mit 422 mm recht kurz ist.
Den kurzen Hinterbau merke ich schon positiv wenn ich kurz in den Manual gehe (richtig Manual
fahren kann ich leider nicht ...).
Positiv aufgefallen ist mir der lange Radstand bei wurzeligen Schrägfahrten, ich komme viel
weniger aus der Ruhe, ein plötzlich wegrutschendes Hinterrad ist nicht so schlimm.
Bergauf ist durch die 25 mm gestrecktere Position auch eine Verbesserung und bin noch weit
von einer unbequemen, zu langen Oberkörperposition weg (mein Vorbau hat 40 mm).
Auch fahre ich keine tiefe Lenkerposition (externe Lagerschale oben + 15 mm Spacer und 35 mm
Rise beim Lenker). Bei Flowtrails wie auf der Petzen stelle ich meine U-Turn Gabel runter,
damit habe ich einen steileren, agileren Lenkwinkel und auch das Tretlager kommt runter,
von 350 mm bis auf minimal 335 mm (Kurbellänge 170 mm).
Bis jetzt konnte ich keinen wirklichen Nachteil erfahren, auch nicht auf engen, kurvenreichen
leichten Strecken. Bei wirklich schweren Sektionen gibt mir die Länge sehr viel Selbstvertrauen,
so konnte ich eine 2 Jahre lang nicht mehr wiederholte Stelle Solo meistern. Einfach weil ich weiß,
das mein Rad so leistungsfähig ist. Man fährt mental ganz anders auf solche Stellen zu.
Würde ich wieder gerne ein kürzeres Rad haben wollen? Ganz klar - Nein!
Vielleicht brauche ich auch bedingt durch meine Proportionen ein längeres Rad - wer weiß?! ;-)
Noch länger? Ehrlich gesagt weiß ich nicht wo die Grenze liegt ab der ein Rad zu lang ist ...
Vielleicht ist ja für den einen oder anderen eine Hilfestellung dabei, wenn er überlegt welches Rad
oder Rahmengröße er wählen soll.
Viel Spaß draußen!
Horst
Sonntag, 18. Oktober 2015
Herbstliches
Entspannte Bikerunde gemeinsam mit Birgit.
Ich wollte zuerst gar nicht fotografieren, Gottseidank konnte mich Birgit überreden.
Ist wohl eine DER Fotogelegenheit auf dieser Abfahrt.
Birgit bei ihrer Lieblingsbeshäftigung - Treten! ;-)
Verblockte Spielereien:
Ich wollte zuerst gar nicht fotografieren, Gottseidank konnte mich Birgit überreden.
Ist wohl eine DER Fotogelegenheit auf dieser Abfahrt.
Birgit bei ihrer Lieblingsbeshäftigung - Treten! ;-)
Verblockte Spielereien:
Dienstag, 11. August 2015
Hitzefrei
Hitzefrei - oder eine Anleitung wie man heißes Bergwetter vermeidet. ;-)
Seit Tagen ist es wieder richtig heiß, diesmal aber ohne der Gewittergefahr am
Nachmittag bzw. Abend. Im Hochschwabgebiet war ich diese Saison noch nicht
oft unterwegs und zumindest einmal im Jahr darf es schon mal ein Klassiker zum
Hauptgipfel werden. Um die lähmende Hitze im Aufstieg sowie Abfahrt (Südhang!)
zu vermeiden denke ich über einen sehr frühen Tourstart nach. Allerdings müßte ich
aber schon um ca. 3 Uhr los, damit die Aktion auch Sinn macht ... hmmm auch keine
prickelnde Vorstellung.
Wenn ich aber am Berg übernachten würde, könnte ich nicht nur zeitig starten,
sondern auch die Höhenmeter auf 2 Tage aufteilen! Und so eine Nacht unter freien
Himmel hat ja auch was!
Zusätzlich plane ich die Tour so, das alle notwendigen Utensilien für das Biwak
am ersten Drittel deponiert werden und man so mit Standardgepäck den Gipfel machen kann.
Mit einem schweren Rucksack sind schwierige Abfahrten einfach weniger Spaß.
Ich telefoniere mit Martin, es braucht keine Überredungskunst meinerseits, so starten
wir gemeinsam um 18 Uhr vom Parkplatz. Durch den späten Aufbruch hat sich die Sonne
schon hinter den Bergen versteckt, es ist warm aber nicht brütend heiß.
Nach ca. 2 1/2 Stunden Aufstieg sind wir am geplanten Lagerplatz angekommen.
Schnell ein geeignetes Plätzchen gesucht und unser Biwak errichtet.
Wirklich erholsamen Schlaf kann ich bei solchen Übernachtungen nicht wirklich finden,
auch wenn ich diesmal mit einer Isomatte ausgerüstet bin ...
Es weht die ganze Nacht ein leichter Wind, meist ist mir zu warm, der Untergrund etwas schief!
Kurz nach 4.30 sind wir schon auf, ein kleines Frühstück und es geht los.
Nach 5 Minuten Rad schieben die erste kurze, schwere Zwischenabfahrt:
unaufgewärmt und ungelenk, aber Hauptsache fehlerfrei! ;-)
Wir kommen gut voran, die letzten Meter zum Gipfel lassen wir aber aus, es ist zu windig,
sodaß eine Gipfelrast sehr ungemütlich wäre.
Ein paar Fotos während der Abfahrt, die restlichen Gepäckstücke wieder aufnehmen und
auf einer meist flowigen Abfahrt zurück zum Auto.
Auch wenn ich bei solchen Aktionen nicht gut schlafe, so ist es doch immer wieder etwas
besonderes. Alleine der Sternenhimmel und die komplette Ruhe am Berg lassen mich
schnell die Unannehmlichkeiten vergessen.
Und der Hitze haben wir auch erfolgreich ein Schnippchen geschlagen! :-)
Seit Tagen ist es wieder richtig heiß, diesmal aber ohne der Gewittergefahr am
Nachmittag bzw. Abend. Im Hochschwabgebiet war ich diese Saison noch nicht
oft unterwegs und zumindest einmal im Jahr darf es schon mal ein Klassiker zum
Hauptgipfel werden. Um die lähmende Hitze im Aufstieg sowie Abfahrt (Südhang!)
zu vermeiden denke ich über einen sehr frühen Tourstart nach. Allerdings müßte ich
aber schon um ca. 3 Uhr los, damit die Aktion auch Sinn macht ... hmmm auch keine
prickelnde Vorstellung.
Wenn ich aber am Berg übernachten würde, könnte ich nicht nur zeitig starten,
sondern auch die Höhenmeter auf 2 Tage aufteilen! Und so eine Nacht unter freien
Himmel hat ja auch was!
Zusätzlich plane ich die Tour so, das alle notwendigen Utensilien für das Biwak
am ersten Drittel deponiert werden und man so mit Standardgepäck den Gipfel machen kann.
Mit einem schweren Rucksack sind schwierige Abfahrten einfach weniger Spaß.
Ich telefoniere mit Martin, es braucht keine Überredungskunst meinerseits, so starten
wir gemeinsam um 18 Uhr vom Parkplatz. Durch den späten Aufbruch hat sich die Sonne
schon hinter den Bergen versteckt, es ist warm aber nicht brütend heiß.
Nach ca. 2 1/2 Stunden Aufstieg sind wir am geplanten Lagerplatz angekommen.
Schnell ein geeignetes Plätzchen gesucht und unser Biwak errichtet.
Wirklich erholsamen Schlaf kann ich bei solchen Übernachtungen nicht wirklich finden,
auch wenn ich diesmal mit einer Isomatte ausgerüstet bin ...
Es weht die ganze Nacht ein leichter Wind, meist ist mir zu warm, der Untergrund etwas schief!
Kurz nach 4.30 sind wir schon auf, ein kleines Frühstück und es geht los.
Nach 5 Minuten Rad schieben die erste kurze, schwere Zwischenabfahrt:
unaufgewärmt und ungelenk, aber Hauptsache fehlerfrei! ;-)
Wir kommen gut voran, die letzten Meter zum Gipfel lassen wir aber aus, es ist zu windig,
sodaß eine Gipfelrast sehr ungemütlich wäre.
Ein paar Fotos während der Abfahrt, die restlichen Gepäckstücke wieder aufnehmen und
auf einer meist flowigen Abfahrt zurück zum Auto.
Auch wenn ich bei solchen Aktionen nicht gut schlafe, so ist es doch immer wieder etwas
besonderes. Alleine der Sternenhimmel und die komplette Ruhe am Berg lassen mich
schnell die Unannehmlichkeiten vergessen.
Und der Hitze haben wir auch erfolgreich ein Schnippchen geschlagen! :-)
Dienstag, 28. Juli 2015
Südtirol
Drei Tage gemeinsam mit Wolfgang biken in Südtirol.
Das Wetter meint es gut mit uns - fast zu gut: es ist recht heiß und am
Nachmittag türmen sich infolge Gewitterwolken hoch.
Sobald wir die Touristenzentren verlassen, sind wir fast alleine unterwegs.
Die größere Gruppe auf die wir treffen sind 6 Biker ... "Hi Flo!" :-)
Erst bei der Rückkehr zum Auto treffen wir wieder auf die Massen von Ausflüglern,
wir verdrücken uns an einen ruhigen Ort, genießen die Ruhe neben einen Bach.
Wenn ich diese Tage mit einem Wort beschreiben müßte, es wäre: entspannt - Danke Wolfgang!
Das Wetter meint es gut mit uns - fast zu gut: es ist recht heiß und am
Nachmittag türmen sich infolge Gewitterwolken hoch.
Sobald wir die Touristenzentren verlassen, sind wir fast alleine unterwegs.
Die größere Gruppe auf die wir treffen sind 6 Biker ... "Hi Flo!" :-)
Erst bei der Rückkehr zum Auto treffen wir wieder auf die Massen von Ausflüglern,
wir verdrücken uns an einen ruhigen Ort, genießen die Ruhe neben einen Bach.
Wenn ich diese Tage mit einem Wort beschreiben müßte, es wäre: entspannt - Danke Wolfgang!
Donnerstag, 9. Juli 2015
Montag, 27. April 2015
Lebenszeichen
Wenn es hier auf meinem Blog so ruhig ist, heißt das nicht dass ich nicht am Rad sitze.
Über den Winter gibt es viel Techniktraining und kleine Touren in meiner unmittelbaren
Umgebung. Zumeist bin ich dabei auch "fotografier-faul", bzw. geben die Fotos nicht
so viel her. Mittlerweile hat der Frühling Einzug gehalten, die Touren werden länger,
die Winterbekleidung verschwindet im Kasten.
Radtechnisch gibt es auch - wieder einmal - etwas Neues: Da ich mit den Fahrleistungen
von meinem Large Rahmen gegenüber der Medium Größe so zufrieden war, stellte sich
mir die Frage ob ein noch längeres Rad nicht noch besser wäre ...
(Die Idee kam mir als ich mir Videos von Motorrad Trial Fahrern ansah)
Ein Dankeschön an Bernhard von Everyday26 der mich bei meinem"Experiment" unterstützte!
Seit mehr als 1 Monat bin ich nun auf einem schwarzen XL Banshee Rune unterwegs.
Von Anfang an eingeplant war eine Telskopsattelstütze (Kindshock LEV) und ein radikales
kürzen des Sattelrohrs! So kann ich den Sattel sogar 2 cm tiefer absenken als beim Large Rahmen.
Das Sitzrohr hat jetzt eine Länge von 42 cm (Original 51 cm), Radstand ca. 122 cm.
Für interessierte: ich bin 178 cm groß, 84 cm Schrittlänge und 188 cm Reach (Armlänge).
Bis jetzt konnte ich keinen wirklichen Nachteil bemerken, im Gegenteil: die Umstellung fiel
mir leichter als von Medium auf Large.
Bei schwierigen, aber gut bewältigbaren Stellen kann ich mich noch mehr herumspielen,
bei sehr schweren Sektionen hab ich mehr Sicherheit und bei grenzwertigen (sprich ich
komme an mein persönliches Limit) Stellen entscheidet schon mehr mein Kopf, ob gefahren
wird oder nicht.
Teile wurden alle vom "alten" Rahmen übernommen, auch behielt ich den 40 mm Vorbau.
Foto vom Rad in der Abfahrtsposition, Sattel komplett versenkt:
Über den Winter gibt es viel Techniktraining und kleine Touren in meiner unmittelbaren
Umgebung. Zumeist bin ich dabei auch "fotografier-faul", bzw. geben die Fotos nicht
so viel her. Mittlerweile hat der Frühling Einzug gehalten, die Touren werden länger,
die Winterbekleidung verschwindet im Kasten.
Radtechnisch gibt es auch - wieder einmal - etwas Neues: Da ich mit den Fahrleistungen
von meinem Large Rahmen gegenüber der Medium Größe so zufrieden war, stellte sich
mir die Frage ob ein noch längeres Rad nicht noch besser wäre ...
(Die Idee kam mir als ich mir Videos von Motorrad Trial Fahrern ansah)
Ein Dankeschön an Bernhard von Everyday26 der mich bei meinem"Experiment" unterstützte!
Seit mehr als 1 Monat bin ich nun auf einem schwarzen XL Banshee Rune unterwegs.
Von Anfang an eingeplant war eine Telskopsattelstütze (Kindshock LEV) und ein radikales
kürzen des Sattelrohrs! So kann ich den Sattel sogar 2 cm tiefer absenken als beim Large Rahmen.
Das Sitzrohr hat jetzt eine Länge von 42 cm (Original 51 cm), Radstand ca. 122 cm.
Für interessierte: ich bin 178 cm groß, 84 cm Schrittlänge und 188 cm Reach (Armlänge).
Bis jetzt konnte ich keinen wirklichen Nachteil bemerken, im Gegenteil: die Umstellung fiel
mir leichter als von Medium auf Large.
Bei schwierigen, aber gut bewältigbaren Stellen kann ich mich noch mehr herumspielen,
bei sehr schweren Sektionen hab ich mehr Sicherheit und bei grenzwertigen (sprich ich
komme an mein persönliches Limit) Stellen entscheidet schon mehr mein Kopf, ob gefahren
wird oder nicht.
Teile wurden alle vom "alten" Rahmen übernommen, auch behielt ich den 40 mm Vorbau.
Foto vom Rad in der Abfahrtsposition, Sattel komplett versenkt:
Samstag, 20. Dezember 2014
Moll & Dur
Eine kurzfristige Änderung der Tour als wir noch zum Ausgangspunkt unterwegs sind.
Frisch verschneite Berggipfel ringsum, schwere graue Wolken da wo unser
eigentliches Ziel liegt. Die Alternative ist südseitig ausgerichtet und das Wetter
schaut etwas freundlicher aus.
Im Aufstieg bläßt oft starker Wind, das Wetter immer noch in der "Moll" Stimmung.
Die richtige Stimmung für schwarz/weiß Fotos.
Während der Abfahrt kommt immer öfter die Sonne heraus, wärmt meine
kalten Finger. Mit dem Sonnenschein stelle ich meine Kamera von s/w auf Farbe um.
Bei Wolfgang und mir stellt sich beim Runterfahren eine angenehmer innerer Frieden ein,
Unruhe und Negatives ist nach nur 4 Stunden am Berg schon ganz weit weggerückt.
Wohl eines der Dinge, die Bergtouren und das "draußen" sein so bereichernd machen.
Moll:
und Dur:
Sonntag, 30. November 2014
Fotoablage
es wird nach wie vor geradelt!
Gemeinsam mit Birgit im Grenzgebiet Steiermark - Niederösterreich.
Tour am letzten Novembertag - passend in Schwarz / Weiß. ;)
Dienstag, 18. November 2014
Paaast - das Video
So schnell kann es manchmal gehen!
Als ich letzte Woche alleine den Berg hinauf ging, reifte die Idee sowohl das
Bergauffahren wie natürlich die Bergab Sektionen filmisch festzuhalten.
Die geglückten Befahrungen zweier jungfräulicher Stellen motivierten mich noch mehr.
Jürgen erklärte sich bereit mich am Berg zu begleiten und die Arbeit des Filmens
zu übernehmen. Sich filmen zu lassen ist natürlich um einiges einfacher als bei jeder
Stelle Kamera und Stativ zu platzieren, geschweige denn das es unmöglich ist
die Kamera mitschwenken zu lassen. Danke an dieser Stelle!
Laut Wetterbericht hätte es eigentlich recht sonnig sein sollen - Wolken und Nebel
waren die Realität. Gottseidank bei diesem Berg (bzw.) Weg kein großes Problem,
es gibt keinen Gipfel und somit auch keine großartigen Panoramen.
Wobei die Gegend trotzdem sehr schön ist, auch ohne große Fernsicht.
Die Anfahrt und der untere Teil sind teilweise ganz gut bergauf fahrbar, das sollte auch
im Video gezeigt werden. Bergauffahren - die kaum vollzogene / unbeliebte Spielart
des alpinen Bikesports ...
Für mich aber genauso spannend wie Stellen bergab zu meistern - und die Auffahrt gehört
einfach dazu.
Nach mehr als 2 Stunden sind wir am Wendepunkt angelangt, ich wärme mich an einer
Steinkombination auf. Die Querung im oberen Teil (ca. 1´45" im Video) ist eine unangenehme
Stelle, nach links geht es einige Meter steil nach unten, Stürzen ist nicht wirklich eine Option.
Eigentlich wollte ich auf den letzten Metern noch etwas langsamer sein ...
Oft frag ich mich bei solchen Videos ja wieviele Anläufe es wohl gebraucht hat - hier eine
kurze Beschreibung dazu:
Auffahrt: maximal 3 Wiederholungen.
Endo Side Hop: 2.ter Versuch.
Die "Jungfrauenkurve" (2´20") funktionierte wieder Rotpunkt.
Bis zum Felsbrocken bei min. 4 braucht es maximal 2 Anläufe, dann haben wir die Stellen gefilmt.
Die Passage wird ein Projekt für 2015 ... für einen Sidehop ist mir die Landestelle zu kurz,
ich hätte Sorge mit dem Hinterrad zu touchieren. Der tiefe Sand unten machte mir das Leben
auch nicht leichter.
"Die" Fels Sims Passage (4´25") klappte bereits beim 2. Mal, beim ersten Mal kam ich bei der
Ausfahrt zu weit rechts und steckte unten bei den Felsen fest.
Bis auf die Bachquerung bei 5´25" (3 Versuche um die Stufe bergauf zu kommen)
geht alles beim Ersten Mal.
Weiter unten merke ich, das Kopf und Körper schon etwas müde sind.
(Die Qualität leidet anscheinend beim Upload bei Youtube? - hat da jemand einen
guten Tipp für mich?! Für (das kostenlose) Vimeo ist die Datei schon zu groß.)
Viel Spaß beim Ansehen!
(Warum ich hier kein größeres Videofenster schaffe ... keine Ahnung!)
Donnerstag, 13. November 2014
Paaaaast!
So eine Freude hab ich über das Gelingen einer Stelle das es sogar einen Blogeintrag dafür gibt!
Wieder einmal bin ich auf diesem Weg unterwegs, diesmal alleine. Ich bin schwer motiviert
so viel wie möglich zu üben und Trialtechniken im Gelände auszuprobieren.
Ich sehe es mehr als Parcour - als eine Aneinanderreihung von Aufgaben als einen Weg
den man einfach hinunterfährt. Stellen werden mehrmals probiert, oft mit verschiedenen
Linien Lösungen gesucht.
Bald bin ich an einer Stelle, die ich bislang nicht durchgefahren bin.
Bergauf gehend denke ich mir noch, das es ja eh nicht so schwer aussieht ...
Als ich jedoch bergab in die Kurve einfahre merke ich (wieder), das die Steilheit
das Problem ist. Langsam taste ich mich bis zur Mitte der Kurve und diesmal gelingt es
mir, das Hinterrad noch aus der Kurve zu lupfen (aka schwenken). Am Ausgang noch schnell
das Vorderrad vom Abhang wieder auf den Weg ziehen und - geschafft!
Mit diesem positivem Gefühl geht es in das Bachbett hinein, wo die Stelle mit dem Felssims
auf mich wartet ...! ;-) Da ich die Stelle noch vom Juli her kenne, schaffe ich es auf Anhieb
mein Vorderrad auf das Sims zu setzen. Mehrere Anläufe später habe ich genug Gleichgewicht
und auch Vertrauen, das Hinterrad ca. 70° rechts unten auf einen Steinblock zu schwenken.
Noch ein paar Anläufe und es gelingt die komplette Stelle: Rausziehen - Hinterrad schwenken
und am schrägen Fels nach links rausfahren! Die Ausfahrt erzwinge ich einwenig mit dem
Brecheisen, aber es geht gut - die Stelle ist geknackt!
Ich freue mich, jede weitere Stelle ist jetzt nur noch Draufgabe.
Eigentlich glaubte ich nicht, das am Ende dieser Saison das schon funktionieren würde,
aber ein guter Tag mit viel Motivation und mentaler Stärke hilft oft mehr als man glaubt!
Ja und wo ist jetzt der Foto oder Videobeweis? ;-)
Den gibt es leider nur in meinem Kopf, der einzige Unterschied zu den Fotos hier ist,
das an diesem Tag meine Hose lang und mein Shirt blau war ...
und mein Hinterrad an der Stelle landete wo sich der Pfeil am Foto befindet. :-)
Sonntag, 19. Oktober 2014
Alte Liebe
Manche Sachen passen einfach nicht so wirklich zusammen ...
Eine davon: Wolfgang auf einem Leichtbaurad, von einer Firma die das Wort "leicht"
schon im Namen hat ... ;-)
Heute die erste Ausfahrten im Hochschwab mit der alten Liebe:
ein Specialized SX Trail!
Am Anfang der Abfahrt gibt es einige enge Haarnadelkurven auf einer steilen Wiese,
so steil, das man hier lieber nicht stürzt!
Wolfgang fuhr einige Stellen, die ich schon vorsichtshalber ausließ ...!
Die gesamte Abfahrt gehört mit zu den schwersten die ich in dieser Region kenne,
entsprechend müde kamen wir unten an.
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