Dienstag, 1. November 2011

Sag niemals nie (Letzte Chance Teil 2 1/2)

Oder warum Webcams eine feine Sache sind.
Der Blick aus dem Fenster ist nicht gerade motivierend, alles ist grau in grau.
Laut einem kurzem "Rundblick" in den Webcams meiner Heimatberge ist es jedoch ab ca. 1200 m
strahlend sonnig! Ich starte zu einer Tour, die ich schon einige Jahre nicht mehr gefahren bin.
Es steht kein Gipfel am Programm, sondern ich radl bzw. gehe einfach soweit ich Lust habe.
Am Umkehrpunkt mache ich Rast, liege gemütlich in der Wiese. Oben ist es windstill und fast wolkenlos,
während sich der Nebel unten in den Tälern nicht auflößt.
Der Begriff "Nebelmeer" paßt hier wohl am besten.



Tags darauf eine kurze Runde auf einen meiner Hausberge,
kurz vor Sonnenuntergang bin ich oben.


Freitag, 21. Oktober 2011

Letzte Chance ... Teil 2

Vor 2 Wochen ein ganz ähnliches Szenario wie jetzt: Schneefälle sind angesagt,
das Schönwetter davor gibt einen eine letzte Chance nochmals über 2000 m zu gelangen.
Birgit und ich nützten diese um eine Tour in einem meiner Lieblingsgebiete zu machen.
Etwas mehr als 4 Stunden dauert der Aufstieg, wobei das Rad über weite Strecken geschultert
werden muß. Es gab schon recht viele Schneefelder, dafür war es zur Abwechslung mal nicht
stürmisch. Außer uns war niemand am Berg unterwegs, die Ruhe und Aussicht am Gipfel hat etwas
besonderes an sich: man sieht kaum eine Spur von Zivilisation ... nur Berge ringsum!
Die Abfahrt ist abwechslungsreich: von sehr schwer bis sehr flowig ist alles vorhanden.
Beide waren wir froh diesen Tag noch genutzt zu haben, für diese Saison ist der Berg
wohl nur mehr mit Ski zu befahren.



Sonntag, 9. Oktober 2011

Letzte Chance

Eigentlich war diese Tour ein paar Tage später geplant, jedoch war genau für diesen Zeitpunkt eine
Schlechtwetterfront mit viel Schnee angesagt. Da die Chance, das der Schnee auf 3000 m noch
einmal wegtaut gegen Null geht, machte ich mich vorzeitig auf dem Weg.
Knapp 4 Stunden dauerte die Anfahrt zur Hütte. Es war angenehm ruhig, da außer mir nur mehr 3
weitere Gäste nächtigten. Die Hütte bleibt mir sehr positiv im Gedächtnis:
nette, freundliche Hüttenleute, große Portionen bei den Mahlzeiten und gute Preise.

Gut ausgeschlafen ging es am nächsten Tag knapp 900 Hm bergauf. Das Rad blieb knapp unter dem
Gipfel liegen, die letzten 10 m waren seilversichert und waren bergab nicht zu fahren. Das Wetter
meinte es gut mit mir, wolkenloser Himmel und kaum Wind über 3000 m. Die Abfahrt war fein,
nur ein paar Stellen ließ ich aus, alleine wollte ich kein Risiko eingehen.
Im nachhinein bin ich froh daß ich diese Tour noch gefahren bin, am nächsten Tag gab es den
vorhergesagten Wettersturz mit Schnee ab 1000 m.
Und ein weiteres Naturhighlight gab es auch: zum ersten Mal sah ich einen Bartgeier in freier Wildbahn!






Dienstag, 27. September 2011

Fotos

Fotos die bis jetzt auf meiner Festplatte schlummerten, hier in nicht geordneter Reihenfolge.
Fotos von & mit Wolfgang, Sommer 2011.












Montag, 19. September 2011

Spätsommer

Eine Woche Familienurlaub in den Hohen Tauern, die 2 Tage mit wenig Sonnenschein
waren genau richtig für meine Regeneration. Einige neue Gipfel und Wege erforscht
und meine Lieblingsspielwiese mußte natürlich auch besucht werden.
Nicht alle Wege waren zu 100 % ein Volltreffer, aber das gehört dazu.
So kann ich zumindest wieder einiges von meiner "to-do" Liste streichen.

Und 2 Wünsche habe ich fast jedesmal wenn ich in diesem Gebiet bin:
Einen Adler sehen und einen - wenn auch noch so kleinen - Bergkristall finden! :-)
Am vorletzten Tag erfüllte sich beides und ganz stolz mußte jeder gleich
das Foto von "meinem" Adlers bewundern!

Selbstauslöserfoto ... *drücken und lossprinten*

Das Panorama ist 1900 pix breit, einfach drauf klicken.









... und natürlich:
(Links ein Falke, rechts ein Kolkrabe)

Sonntag, 18. September 2011

Adventure Ride

Wieder eine Tour die ohne Licht nicht möglich gewesen wäre:
Am Anreisetag am späteren Nachmittag noch gut 1300 Hm bergauf getreten und getragen,
schaffte ich es gerade noch rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang auf den Gipfel.

Die ersten Abfahrtsmeter sind recht steil, der Weg am abschüssigen Hang ist eine "Kein-Sturz" Zone,
später wird es einfacher, allerdings ist der Weg nur minder markiert und am Rücken entlang überhaupt
nicht ausgetreten. Öfters suche ich mit dem Scheinwerfer den weiteren Verlauf ab, um die nächste Markierung zu entdecken.
Ab dem Waldrand gibt es einen flowigen Weg, die Orientierung ist von da an kein Problem mehr.
Insgesamt geht es fast 1800 Hm bergab, in den fast 5 Stunden die ich aus war, bin ich nur einigen Kühen und einem Reh begegnet.

Und warum jetzt "Adventure Ride"?: Es hat mal geheißen man sollte Nightrides nicht alleine,
auf bekannten Wegen und mit einer Reservelampe im Gepäck bestreiten!
Naja, es war eh fast Vollmond ...



Foto vom Berg ein paar Tage später vom "Nachbarn" aufgenommen:
Auffahrt von rechts, Abfahrt Richtung Wald nach links;
Höhenunterschied zw. Gipfel und Waldrand ca. 700 m.

Freitag, 9. September 2011

Roadtrip Part 2

Nach der zweitätigen Tour in Osttirol ging es für mich weiter nach Tirol,
eine gemeinsame Runde mit Thomas im Inntal (kein Fotowetter, dafür viele knackige Stellen!)
und weiter zu meiner Schwester & Schwager nach Reutte.
Gemütliche Stunden auf der Terasse, ein Besuch auf der Eurobike und eine Befahrung einer der Hausberge
standen am Programm.

Die Heimreise ging über Südtirol, 2 Touren bei sonnigen Wetter. Erstere war eine Wiederholung
nach etwas mehr als 20 Jahren! Damals mit komplett starren Bikes, mich wundert es nicht
das viele der damaligen Aufnahmen verwackelt sind.
Am letzten Tag etwas komplett neues und wirkliche Bereicherung: jeder Meter ein optischer Genuß
und die Wege zwischen flowig und technisch fordernd!

Da ich alleine unterwegs war gibt es "nur" Landschaftsimpressionen.





Donnerstag, 8. September 2011

Roadtrip Part 1

Andi (von amotion) und ich hatten unabhängig voneinander dieselbe Idee einer "Radtour" in Osttirol.

Bis auf eine versicherte Stelle sollte es ein recht einfach zu machender 3000-er sein.
Da die Gesamthöhendifferenz recht hoch und das Filmen zeitintensiv ist, machten wir eine
2 Tagestour daraus. Mit von der Partie waren nebst Andi als Kamermann Birgit und Johannes.

Da ich schon früher anreiste, konnte ich am Abend noch einen "Hausberg" in der Nähe der
Hütte machen. Kurz vor dem Sonnenuntergang war ich auf dem Gipfel knapp über 3000 m,
Großglockner und Großvenediger als Nachbarn. Eine unglaubliche Freude und Hochstimmung
überkam mich auf den letzten Metern ... von solchen Momenten zehrt man noch lange!
Viele Fotos später startete ich die schwierige, verblockte Abfahrt mithilfe meiner Magicshine Lampe.

Nächster Tag: Kurz nach 6 h sind wir schon auf den Beinen (leider gab es kein Frühstück ...),
die vereinzelten Schneefelder sind noch hart gefroren. Unsere Räder lassen sich nur in
Teamarbeit durch die versicherte Stelle tragen, ehe wir kurz darauf den Gipfel erreichen.
Die Abfahrt ist eher von der leichten Sorte, lange schottrige Hänge lassen sich flüssig
& flott abfahren. Mehr als 2200 Hm Abfahrt später sind wir wieder zurück bei den Autos.

Andis Video gibt den oberen Teil der Befahrung wieder.
Vorhang auf!:


Sightseeing from amotion.at on Vimeo.


Fotos vom ersten Tag, Abendstimmungen während des Aufstiegs und am Gipfel:




Zweiter Tag:



Donnerstag, 25. August 2011

Heaven & Hell

Die Idee zu dieser Tour geht von einem Foto aus, das ich im Internet entdeckte:
ein Berg, davor ein See. Es dauerte bis ich herausgefunden hatte, wo dieses Foto entstand.
Bedingt durch das unbeständige Wetter der letzten 2 Monate mußte ich die Tour immer
wieder verschieben, mit dem stabilen Hoch in den vergangenen Tagen fiel der Startschuß.
Zusätzlich wurde noch ein Gipfel eingeplant, sowie eine Übernachtung auf 2600 m.

Ich fühlte mich am ersten Tag körperlich nicht wirklich fit, sodaß der geplante Gipfelgang
ausgelassen wurde. An der Scharte angekommen war ich überwältigt vom Ausblick!
Ich sah mich nach einer geeigneten Schlafstelle um und freute mich schon auf den Sonnenuntergang.
Etwas Kopfzerbrechen bereitete mir die Tatsache, daß ich anstatt einem Zelt nur einen Biwacksack
mit hatte, sowie aus Gewichts und Packmaßgründen auch keine Isomatte mitgenommen hatte ...
(Ebenso kein Kocher, nur ein Mindestvorrat an Wasser und Essen ...)
Sagen wir es so: guter erholsamer Schlaf fühlt sich anders an! Ein harter Boden als Matratze,
der Rucksack als Kopfkissen und Kälte in der Früh ließen mich gerne um halb 6 aufstehen ...

Den Gipfel wollte ich am 2.Tag nachholen, allerdings war ab der Hälfte schluß:
zu steil und nur mehr Felsbrocken jeder Größe, wobei noch feiner Schutt dazwischen
Platz hat um das Ganze noch rutschig zu machen. So ging es zu Fuß auf den Gipfel.

Landschaftlich eine traumhafte Tour, insgesamt eine schöne Erfahrung,
Radtechnisch gesehen anstrengend und z.T. sehr verblockt.

Und jetzt werde ich das Internet mal zu leichten Isomatten befragen ...






Da ich mich nicht entscheiden kann, welches nun das beste Bild ist, noch 2 vom "Berg mit See"! :-)


Samstag, 6. August 2011

Good Days

Man könnte diese Tour ganz nüchtern beschreiben:
2 Leute - Mihi & ich, ein Gipfel über 3000 m, etwas mehr als 1600 Hm
verteilt auf 2 Tage, mehr als die Hälfte davon  felsig - steiniger Untergrund ...
In Wanderführern als "Damendreitausender" beschrieben, na bitte, lockere G´schicht!
Oder?
Oder vielleicht doch die anstrengenste Abfahrt bis jetzt ...
An die 3 Stunden für ca. 800 Hm Abfahrt, das meiste davon trialartiges fortbewegen
in extrem verblocktem Gelände ... Während des hinauftragens wurde ich öfters
unsicher ob es wohl sinnvoll ist, mein Rad ganz hinauf zu schleppen - doch entdeckte
ich immer wieder eine fahrbare Linie. Wie so oft in diesem Gebiet wurden oft große
Steinplatten zurecht gerückt um einen Weg damit zu formen. Im Endeffekt war es mir
möglich 90 % bergab zu fahren, mit dem Ergebnis, das meine Unterarme während
der Halbzeit sich schon verkrampften!

Für Mihi und mich war dieser Berg schon ein besonderes Erlebnis, für Mihi war es das
erste Mal über 3000 m und mich freute es, doch ganz hinauf bzw. hinunter geschafft zu haben!

Ein besonderer Dank gilt dem Hüttenwirt auf dem Arthur von Schmid Haus, selten so einen
(bike-) freundlichen Wirten erlebt!

Hier das Video in der (kurzen) Banshee-only Version, Dank an Mihi fürs Filmen!



Good Days (Banshee only version) from Lizard on Vimeo.


Ein paar Fotos:
1. Tag, morgen soll es raufgehen ...

Abendstimmung auf der Hütte:

2. Tag, am Gipfel:

Abfahrt: